30.08.2012: Pressemitteilung

Bürgerinitiative „pro Kanallandschaft Kleinmachnower Schleuse“,
Projektgruppe im Förderverein Landschaftsschutzgebiet Buschgraben / Bäketal e.V.

Pressemitteilung (30.08.2012):
Kein wirtschaftlicher Vorteil durch größere Schleuse in Kleinmachnow

Mit großem Unverständnis verfolgt die Bürgerinitiative „pro Kanallandschaft Kleinmachnower Schleuse“ die wieder aufgeflammte Diskussion um den längst beschlossenen Ausbaustopp der Kleinmachnower Schleuse.

Von Industrie- und Handelskammern und Wirtschaftsverbänden aus Brandenburg wird gefordert, den im November 2010 durch den Bundesverkehrsminister erlassenen Ausbaustopp für die Kleinmachnower Schleuse rückgängig zu machen, hierdurch sein ein Wachstum des Güterschiffverkehrs von bis zu 5,5 Mio. Tonnen pro Jahr zu erreichen.

Die Ausbaubefürworter scheinen sich immer noch nicht mit den Verkehrszahlen der Kleinmachnower Schleuse auseinandergesetzt zu haben, erklärt Dr. Ursula Theiler, Sprecherin der Bürgerinitiative. Die Kleinmachnower Schleuse könnte das von den Ausbaubefürwortern prognostizierte Wachstumspotenzial leicht verkraften und wäre damit nicht einmal zu 80% ausgelastet. Derzeit beträgt das Gütertransportvolumen der Schleuse, die gemäß Planfeststellung für ein Transportvolumen von ca. 8 Mio. Tonnen p.a. ausgelegt ist, weniger als 1 Mio. Tonnen p.a. Das Verkehrsaufkommen an der Kleinmachnower Schleuse ist seit Jahren rückläufig (allein im letzten Jahr minus 12%), aktuelle Prognosen sehen auch langfristig kein signifikantes Wachstum der Güterbinnenschifffahrt voraus.

Zudem wurde bereits im Jahr 2001 auf einen weiteren Ausbau des Teltowkanals verzichtet. Für alle größeren Güterschiffe führt der Verkehrsweg nach Osten über die Berliner Nordumfahrung und nicht über den Teltowkanal. Insofern kann von einem Transport-Engpass oder „Nadelöhr“ an der Kleinmachnower Schleuse auch auf lange Sicht keine Rede sein.
Eine Verkehrsverlagerung von der Straße auf das Wasser lässt sich nicht herbeibauen. Möge sich diese Einsicht endlich auch bei den Ausbaubefürwortern durchsetzen, appelliert Ursula Theiler. Der Ausbau der Kleinmachnower Schleuse wurde vom Bundesverkehrsminister zu recht gestoppt; die überholten Ausbaupläne für die Schleuse sind und bleiben nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht völlig unsinnig!

Die Bürgerinitiative wird ggf. zu weiteren Protestaktionen aufrufen und darüber auch auf ihrer Website informieren (www.schleusenprotest.de).

Bürgerinitiative „pro Kanallandschaft Kleinmachnower Schleuse“
Ansprechpartner:
Dr. Ursula Theiler



01.09.2012: pnn
21.09.2012: Pressemitteilung