24.11.2009: PNN

Den für Frühjahr 2010 angekündigten Ausbau der Kleinmachnower Schleuse hat der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) verurteilt. Wie berichtet, plant die Bundesregierung trotz vieler Proteste aus der Region am Teltowkanal eine Verlängerung der Nordkammer auf 190 Meter. Eine alternative Schleusenlänge von 115 Metern wird von der Schifffahrtsverwaltung mit dem Argument abgelehnt, dass dann mehr Wartestellen in den Uferbereichen gebaut werden müssten. Beiden Versionen würde jedoch eine völlig überzogene Verkehrsprognose von 1995 zugrunde liegen, so der Leiter des BUND-Flussbüros, Winfried Lücking. Die Planung für die 190 Meter lange Schleuse stamme zudem noch aus der Zeit, als der Teltowkanal für 185 Meter lange Rheinschubverbände ausgebaut werden sollte. Ein solcher Ausbau sei jedoch seit April dieses Jahres endgültig vom Tisch.

Der BUND fordert die Bundesregierung auf, Transparenz herzustellen, endlich die Netzumlegungsprognose vom Sommer 2009 zu veröffentlichen und den Neubau der Schleuse dann den aktuellen Zahlen anzupassen. Auch die neue brandenburgische Landesregierung sollte sich klar gegen den überdimensionierten Neubau positionieren, heißt es in der Presseerklärung des BUND.
ldg
PNN, 24.11.2009

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