24.02.2010: BMVBS

Der Ersatzneubau der Schleuse Kleinmachnow ist auf Grund des Alters der Schleuse und ihres schlechten Zustandes erforderlich. Die Entscheidung für den Neubau einer 190 m langen Schleusenkammer in Kleinmachnow ist das Ergebnis einer sorgfältigen Abwägung. Die Baumaßnahme ist seit November ausgeschrieben - das Vergabeverfahren noch nicht abgeschlossen. Der Termin für den Baubeginn ist dementsprechend noch nicht bekannt; ein Baustopp ist nicht vorgesehen.

Im Planfeststellungsverfahren ist die Alternative einer kürzeren Schleuse aus naturschutzfachlichen Gründen ausdrücklich verworfen worden. Die bei einer kürzeren Schleuse erforderlichen Kopplungs- und Wartestellen würden im Naherholungs- und FFH-Gebiet tiefere Abgrabungen und damit auch deutlich mehr Holzungsarbeiten erfordern. Bei der 190 m langen Schleusenvariante konnten geplante Abgrabungen am Nordufer des unteren Vorhafens von 10 bis 70 m Tiefe auf ca. 5 bis 20 m Tiefe reduziert werden. Im Oberen Vorhafen ist der Ufereingriff von 30 bis 40 m Tiefe auf 20 bis 30 m verringert.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann erklärt dazu:

"Mit der Planfestgestellten Variante minimieren wir die Holzungsarbeiten und Umwelteingriffe auf das Notwendigste. Damit dienen wir nicht nur dem Interesse der Gemeinden, der Bürgerinitiative und der Naturschützer am Erhalt der alten Schleuse als Denkmal. Durch möglichst geringe Uferabgrabungen und, damit verbunden, geringe Baumverluste dienen wir auch der Umwelt und dem Naturschutz. Mit der längeren Schleusenkammer bieten wir größtmöglichen Schutz vor Havarien beim Schiffsverkehr und für die Schiffsbesatzungen mehr Arbeitssicherheit. Diese Punkte waren Gegenstand des Genehmigungsverfahrens für den Bau der Schleuse und wurden in einem Variantenvergleich der 190 m und 115 m langen Kammer umfassend geprüft. Diese Entscheidung wurde von den Gemeinden, der Bürgerinitiative und den Naturschutzverbänden akzeptiert und auf Klagen verzichtet. Ich appelliere daher an die Bürgerinitiative und die Naturschutzverbände, von ihren umweltschädlichen Vorstellungen Abstand zu nehmen und zur Vernunft zurückzukehren."

http://www.bmvbs.de/Presse/Pressemitteilungen-,1632.1122117/Ferlemann-Wir-halten-am-Neubau.htm?global.back=/Presse/-%2c1632%2c1/Pressemitteilungen.htm%3flink%3dbmv_liste%26link.sKategorie%3d

24. Februar 2010, Nr.: 054/2010

02.03.2010: MAZ
03.03.2010: PNN