18.06.2009: Presseerklärung

Keine Grundlage für Ausbau der Kleinmachnower Schleuse

Die Kleinmachnower Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm sieht keine Grundlage für einen Ausbau der Kleinmachnower Schleuse auf 190 m Länge.

"Mit der Aufgabe des Teltowkanalausbaus von der Glienicker Brücke in Potsdam bis nach Berlin, hat die Bundesregierung die geringe Nutzung der Wasserstraße durch große Güterschiffe indirekt eingestanden. Dann muss sie jetzt auch die Ausbaupläne der Schleuse auf 190 m aufgeben", so Behm, "Die Machnower Schleuse hat neben ihrer eigentlichen Schleusenfunktion auch einen besonderen kulturhistorischer Wert, der erhalten werden muss. Ein Modell der Schleuse machte bereits im Jahre 1902 auf der Weltausstellung in St. Louis Furore. Heute werden hier in erster Linie Sportboote, Ausflugsdampfer und kleinere Güterschiffe geschleust. Jedwede Ausbaupläne der Wasserstraßenverwaltung des Bundes sind nicht zu rechtfertigen. Die Schleuse ist schon heute nicht ausgelastet."

Sollte aber tatsächlich der Nachweis für den Bedarf einer größeren Schleusenkammer erbracht werden, verlangt die Abgeordnete von der Bundesregierung die Vorlage einer reduzierten, natur- und ortsverträglichen Planung für eine Schleusenerweiterung auf max. 115 m Länge einschließlich der dringend notwendigen Sanierung der historischen Schleuse. "Alles andere ist reine Geldverschwendung. Wer würde wohl freiwillig den Bau einer Autobahn in eine Sackgasse finanzieren?" so Behm.

Aktuelle Informationen zur Kleinmachnower Schleuse finden Sie unter:
www.schleuse-kleinmachnow.de

Dort besteht auch weiterhin die Möglichkeit den parteiübergreifenden "Appell an die Vernunft" zu unterschreiben, der die Bundesregierung auffordert die Schleusen-Planungen zu überdenken.

PRESSEMITTEILUNG von Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen aus Brandenburg vom 18. Juni 2009:

21.4.2009: BUND begrüßt Entscheidung
14.09.2009: PNN