15.12.2010: MAZ



Gunnar Neubert meint, beim AEV und WAV muss jetzt Farbe bekannt werden

Schrecken ohne Ende



Die Akteure haben erneut ein Jahr verstreichen lassen, in dem es in der Verschmelzung des Abwasserentsorgungsverbandes Niemegk (AEV) mit dem Wasserversorgungsverband „Hoher Fläming“ (WAV) keinen Schritt voranging. Selbst der jüngste Vorstoß des Vorstehers Thomas Hemmerling fand im Vorstand keine Mehrheit. Die Bremser bestimmen schon sieben Jahre lang, dass sich kein Rad weiter dreht. In der Zwischenzeit zählt der WAV zu den kleinsten Verbänden im Land Brandenburg, die sich solch eine regional begrenzte Versorgungsstruktur noch leisten können – auf Kosten der Wasser- und Abwasserkunden. Würden nämlich die Akteure am Erfolg eines Vorhabens im Interesse der Allgemeinheit gemessen, müssten sie längst Farbe bekannt haben. In der freien Wirtschaft wäre wohl so ein Hickhack nicht denkbar. Zum Farbe bekennen gehört aber auch, dass beim AEV gesagt wird: Jetzt ist Schluss. Ultimaten sind zwar gesetzt, aber immer wieder verlängert worden. Zudem sind Alternativen viel zu wenig geprüft worden. Verwunderlich ist es freilich nicht, wenn die führenden Posten im AEV und WAV von der selben Person bekleidet werden.
Deshalb gibt es wohl kein Ende mit Schrecken, sondern vorerst ein Schrecken ohne Ende.

MAZ
15.12.2010

15.12.2010: PNN
15.12.2010: MAZ