15.02.2010: BUND

Wasser-Schifffahrtsdirektion täuscht mit Arbeitsschutzrichtlinie Bürger und Politik:
Kopplungsstelle am Ufer nicht nötig


Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Bürgerinitiative „pro Kanallandschaft Kleinmachnower Schleuse“ und der Förderverein Landschaftsschutzgebiet Buschgraben / Bäketal e.V. hält die Planung der Kleinmachnower Schleuse mit 190 Metern für überdimensioniert.

In den letzen Monaten hatte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD Ost) die Planung mit 190 Meter Länge als die ökologischste dargestellt. Varianten, die Schleuse in der jetzigen Länge von 115 Meter zu sanieren, wurden mit der Argumentation abgelehnt, dass zusätzliche Abgrabungen am Ufer nötig wären, um die Manövrierfähigkeit zu gewährleisten und Kopplungsstellen am Ufer nötig seien. Damit schien dem Neubau mit 190 Metern, auf dem ersten Blick nichts mehr entgegenzusetzen zu sein.
Dies stellte sich im Nachhinein als Scheinargumentation heraus. Nachdem der BUND die aktuellen Unterlagen mit den Begründungen geprüft hat, ist die Variante mit nur 115 Metern durchhaus möglich, der wertvolle Baumbestand könnte zum größten Teil erhalten bleiben. Aus Sicht des BUND verstößt die WSD Ost mit der Großschleuse gegen das Gebot der Eingriffsminimierung. Jetzt sollte die Politik das Bauvorhaben sofort stoppen.

„Nach den uns neu vorliegenden Unterlagen und Fakten ist die kurze 115 Meter Schleuse wesentlich ökologischer als die Groß-Schleuse. Die WSD Ost hat für den Bau der 190 Meter langen Kammer die eigenen Richtlinien recht großzügig zu ihren Gunsten ausgelegt und neuere Entwicklungen sowohl der Verkehrslenkung als auch die Umweltgesetzgebung nicht ausreichend berücksichtigt“, so Burkhard Voss, Vorsitzender des BUND Brandenburg.

Winfried Lücking, Leiter BUND Flussbüro: „Interessant ist bei der Begründung zur Großschleuse auch das Argument der WSD Ost, dass 147 Meter lange Schubverbände die Schleuse passieren müssen. Diese Schubverbandslänge ist nicht für den Teltowkanal zugelassen und kann nur mit Sondergenehmigung fahren. Offensichtlich soll das Ausbauverbot für größere Schiffe unterlaufen und mit der Groß-Schleuse Fakten geschafft werden, um einen späteren Ausbau des Teltowkanals zu Gunsten des Hafens Königwusterhausen zu forcieren."
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Für Rückfragen:
Winfried Lücking, Tel. (030) 78 79 00-16
Leiter des BUND-Flussbüro, mobil: 01577-289 88 43
Dr. Ursula Theiler, Bürgerinitiative „pro Kanallandschaft Kleinmachnower Schleuse“, Tel. 033203-38 99 22,

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14.02.2010: MOZ