03.07.2010: MAZ

Die Diskussion um die Notwendigkeit des Kleinmachnower Schleusenausbaus ist wieder aufgelebt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative Pro Kanallandschaft“ betonten, das Projekt sei unwirtschaftlich im Betrieb, die Investitionskosten seien zu hoch. Es sei deswegen richtig, im Rahmen allgemeiner Sparbemühungen auf den Ausbau einer Kammer auf 190 Meter zu verzichten. Dies war aus Kreisen der Bundesregierung verlautet. Der Einbau eines 115-Meter-Beckens sei „die wirtschaftlichere und umweltverträglichere Lösung.“ Der Umweltverband will in den Sommerferien wieder eine Protestaktion starten. Dagegen weist der in Wartestellung befindliche Bauherr, das Wasserstraßenneubauamt, auf die Gefahren von Untätigkeit im Zusammenhang mit der maroden Schleusenkammer hin. Laut Behördenleiter Rolf Dietrich würde eine Verschiebung der Sanierung zu Problemen mit weitreichenden Folgen führen. Komme es zu einem so genannten Grundbruch, müsste die Schleuse für drei Jahre gesperrt werden – mit unabsehbaren Folgen für Betriebe und Kraftwerke am Teltowkanal. Dietrich sagte, er könne keine genaue Prognose über die Lebensdauer der alten Schleusenkammer abgeben, 20 Jahre würde sie aber wohl nicht mehr halten.

(uw)
MAZ, 3.7.2010

26.06.2010: Ausbau der Schleuse wieder offen
03.07.2010: PNN