Hintergrund

"Mit dem als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr.17 bezeichneten Ausbau der Wasserstraßenverbindung Hannover-Magdeburg-Berlin wird eine höchste wirtschaftliche und umweltschonende Alternative zum Transport von Massen- und Gefahrgütern, Schwerlasten und Containern auf Straßen und Autobahnen geschaffen. Die neuen Bundesländer erhalten einen leistungsfähigen Wasserstraßenanschluss an das entsprechend ausgebaute westeuropäische Kanalnetz und damit Zugang zu den Nordseehäfen. Der Ausbau erfolgt für 110 m-Motorgüterschiffe mit 2.000 t und 185 m- Schubverbände mit 3.500 t Tragfähigkeit bei 2,80 m Ladungstiefgang.
Entsprechend ihrer regionalen Zuständigkeit betreut die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte den Ausbau des Mittellandkanals Ost, von der Schleuse Sülfeld bis vor das Schiffshebewerk Rothensee. Die Wasser- und Schifffahrtdirektion Ost ist zuständig für die folgenden Teilprojekte: Bau des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg, Ausbau des Elbe-Havel-Kanals, Ausbau der Unteren Havel-Wasserstraße und des Havelkanals bis zum geplanten Güterverkehrszentrums Wustermark, Ausbau von zwei Wasserstraßen in Berlin: Nordtrasse in Richtung Westhafen und Südtrasse in Richtung Osthafen bzw. in Richtung Königswusterhausen und über den Oder-Spree-Kanal in Richtung Oder. "


Quelle: Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost (externer Verweis auf die Homepage)



Bis zur Wiedereröffnung des Teltowkanals vom Westen her im Jahr 1981 blieb die Schleuse ungenutzt. Erstaunlicherweise waren ihre beweglichen Funktionsteile danach noch so gut einsatzfähig, dass nur geringe Sanierungsarbeiten notwendig waren.
1992 hat der Rat der Europäischen Gemeinschaft die Empfehlung ausgesprochen, den Ausbau eines einheitlichen europäischen Wasserstraßennetzes voranzutreiben. Dieses Vorhaben ist zugleich für ein leistungsfähiges Wasserstraßennetz im Osten Deutschlands und seine nahtlose Anbindung an den im Westen bereits erfolgten Wasserstraßenausbau von Bedeutung.
Im Zusammenhang mit der Realisierung des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17 soll der Teltowkanal für den Verkehr von Großmotorgüterschiffen und Schubverbänden ausgebaut werden. Das würde die Vergrößerung der Nordschleuse auf die nutzbaren Abmessungen 190 mal 12,5 mal 4 Meter erfordern. Dann könnten die bis zu 185 Meter langen Schubverbände auf dem Weg von Magdeburg nach Berlin das Nadelöhr Kleinmachnow passieren. In der ersten Bauphase soll den Bauplänen zufolge die mittlere der drei Schleusenkammern mittels Spundwänden von 67 auf 85 Meter verlängert werden, um den bisherigen Schiffsbetrieb weiterhin abfertigen zu können. Von der alten Straßenbrücke bleiben aus Gründen des Denkmalschutzes die Arkaden erhalten.
Geplant sind östlich und westlich der Schleuse Schiffswartebereiche von 400 beziehungsweise 620 Metern. Südlich vom neu errichteten Wohngebiet Stolper Weg müssten dafür am Kanal etwa bis zu 40 Meter des Auwaldes abgetragen werden. Dies ist in der Phase der Planfeststellung noch ein auszuräumender Stolperstein.

Quelle: wikipedia.de

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Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 17 in Brandenburg

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17 stellt den Ausbau der Bundeswasserstraßenverbindung von Hannover über Magdeburg nach Berlin dar. Für den Abschnitt im Land Brandenburg ist durch die gemeinsame Landesplanungsabteilung der Länder Berlin und Brandenburg ein Raumordnungsverfahren geführt worden. Nach Abschluß dieses Verfahrens am 23.Oktober 1996 mit einer umfangreichen landesplanerischen Beurteilung legt die gemeinsame Landesplanungsabteilung hiermit eine Zusammenfassung der Ergebnisse vor, wie sie zwischen dem Brandenburger Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung und der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie abgestimmt worden ist.
Quelle: Gemeinsame Landesplanung Berlin - Brandenburg
Ausbau der Bundeswasserstraßen im Land Brandenburg
Zusammenfassung des Raumordnungsverfahrens
1.Auflage Februar 1997

Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr.17 [335 KB]

Quelle: Gemeinsame Landesplanung Berlin - Brandenburg